18Nov2016

Grippe Impfung

Breiterer Schutz durch Vierfach-Impfstoff

Die echte Virusgrippe (Influenza) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die jedes Jahr in Deutschland viele hunderttausend Menschen trifft. Gefürchtet sind Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die schwerwiegend verlaufen können.

Der beste Schutz gegen die Grippe ist eine Impfung. Ausdrücklich von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird die Impfung den Personen, die durch eine Grippe-Erkrankung besonders gefährdet sind: Menschen über 60 Jahre, Schwangere sowie alle diejenigen, die an einer Grunderkrankung leiden, wie chronischen Lungenerkrankungen (Asthma, COPD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Immundefekten. Seit einigen Jahren zirkulieren vier verschiedene Virustypen. Welche aktuellen Varianten dieser vier Typen in den Grippe-Impfstoffen verwendet werden sollen, wird jedes Jahr für die kommende Grippe-Saison durch die WHO festgelegt. In den herkömmlichen Grippe-Impfstoffen werden jedoch nur Antigene von drei verschiedenen Influenzavirustypen verwendet.

Wie schwierig die Vorhersage der richtigen drei Virustypen ist, zeigt ein Blick auf die letzte Grippe-Welle: mehr als die Hälfte aller Influenza-Erkrankungen in Deutschland wurden durch den Virustyp verursacht, der nicht in den herkömmlichen Dreifach-Grippe-Impfstoffen enthalten war. Viele Menschen konnten also trotz einer Impfung erkranken.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten in der Regel nur den herkömmlichen Impfstoff mit drei Komponenten. Ärzte können den Vierfach-Impfstoff einsetzen, wenn ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist (mit medizinischer Begründung). Gesetzlich Versicherte bekommen in der Regel den herkömmlichen Dreifach-Impfstoff, können aber auf Wunsch den breiteren Vierfachschutz selber bezahlen.

 

Quelle: GSK

DE/QIV1/0018/16C; 10/2016

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